Neue KI-Kennzeichnungspflicht: Was seit Sonntag für dich gilt

04.08.2026

Postest du KI-Bilder, Texte oder KI-Videos? Seit Sonntag greift dafür eine neue EU-Regel. Du hast wahrscheinlich schon davon gehört. Vielleicht mit einem komischen Gefühl. Muss nicht sein. Für dich ändert sich wahrscheinlich wenig. Hier die Kurzfassung. 

Worum geht's denn genau? 

Artikel 50 der EU-KI-Verordnung sagt: Inhalte, die mit KI erstellt oder deutlich verändert wurden, müssen erkennbar sein. Vor allem wenn sie täuschend echt wirken. Niemand soll aus Versehen ein KI-Bild oder KI-Video für echt halten. 

Die Faustregel: Wirkt der Inhalt fotorealistisch? Könnte er jemanden täuschen? Dann kurz kennzeichnen. Ist sofort klar, dass es eine Illustration oder Fiktion ist? Dann musst du gar nichts tun. Komisch, oder? 

Was hat das mit deiner Website zu tun? 

Betrifft vor allem fotorealistische KI-Bilder oder KI-Videos. Ein KI-Model zum Beispiel. Oder eine KI-Kulisse. Und Chatbots, die direkt sagen müssen, dass sie KI sind. Ein kurzer Hinweis reicht. Etwa „KI-generierte Darstellung" unter dem Bild. Textkorrekturen, Übersetzungen oder normale Retuschen an echten Fotos fallen nicht darunter. Das störende Objekt im Hintergrund rauslöschen zum Beispiel? Sollte kein Thema sein. 

Instagram und Facebook kochen ihren eigenen Brei. 

Hier gilt Doppeltes. Das Gesetz selbst gilt auch für Social Media. Und Meta hat eigene Regeln, die es teils schon länger gibt. Die setzt Meta direkt durch. Ohne Behörde, ohne Vorwarnung. 


Meta erkennt manche KI-Inhalte automatisch über Metadaten und zeigt einen „AI Info" Hinweis an. Verlass dich darauf nicht. Die Erkennung ist lückenhaft. Kennzeichne realistische KI-Bilder und KI-Videos beim Hochladen lieber selbst. Die Option gibt es beim Posten. Gilt übrigens auch für Stories, die nach 24 Stunden verschwinden. 

Filter, leichte Bildbearbeitung oder ein KI-Text, den du selbst geprüft hast? Das sollte kein Problem werden. 

Was Praktisches für deinen Alltag. 

Vier Fragen, die reichen: 

- Könnte der Inhalt für echt gehalten werden? Kennzeichnen

- Klar erkennbar als Illustration, Fiktion oder Stilmittel? Nichts tun. 

- Nur retuschiert oder redigiert, ohne den Inhalt wesentlich zu verändern? Nichts tun. 

- Im Zweifel: kurzer, ehrlicher Hinweis. Kostet nichts. Erspart Ärger. Tut keinem weh. 

Warum das sogar eine Chance sein könnte. 

Kein Weltuntergang. Eher eine neue Gewohnheit. Wer Transparenz mitdenkt, vermeidet Bußgelder und Ärger mit der Plattform. Und gewinnt Vertrauen bei der eigenen Community. Echte, von Menschen gemachte Inhalte werden dadurch sogar wertvoller. Deine Fotos, deine Texte, deine Videos heben sich sichtbar ab. Wer hätte das gedacht. 


Hat KI geholfen diesen Text zu verbessern? Aber selbstverständlich.